Praktische Tätigkeit

Ausbildung zum Psychotherapeuten

Die praktische Tätigkeit dient dem Erwerb praktischer Erfahrungen in der Behandlung von Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist, und dem Erwerb von Kenntnissen von Krankheitsbildern, bei denen Psychotherapie nicht indiziert ist, im Sinne des § 1 Abs. 3 Satz 1 des Psychotherapeutengesetzes und entsprechend den Bestimmungen des § 2 Abs. 3 und des § 4 der Ausbildungs- u. Prüfungsverordnung vom 18.12.98. Sie erfolgt unter fachkundiger Anleitung und Aufsicht und umfasst mindestens 1.800 Stunden. Davon sind zu erbringen:
  • Mindestens 1.200 Stunden in einer psychiatrischen Klinik, die im Sinne des ärztlichen Weiterbildungsrechts zur Weiterbildung für Psychiatrie und Psychotherapie zugelassen ist oder die von der nach § 10 Abs. 4 Psychotherapeutengesetz zuständigen Behörde als gleichwertige Einrichtung zugelassen ist und
  • mindestens 600 Stunden in einer von einem Sozialversicherungsträger anerkannten Einrichtung der psychotherapeutischen Versorgung, in der Praxis eines Arztes mit Weiterbildung in der Psychotherapie (Zusatztitel oder Facharzt) oder in der Praxis eines Psychologischen Psychotherapeuten.

 
Die praktische Tätigkeit ist in Abschnitten von jeweils mindestens 3 Monaten abzuleisten. Als Teilnehmer in Ausbildung zum Psychotherapeuten ohne entsprechende Berufserfahrung empfiehlt es sich, das Klinische Jahr frühestens 1 Jahr nach Ausbildungsbeginn in Angriff zu nehmen. Während der praktischen Tätigkeit in der psychiatrischen Klinik ist der Teilnehmer jeweils über einen längeren Zeitraum an der Diagnostik und der Behandlung von mindestens 30 Patienten zu beteiligen. Bei mindestens 4 dieser Patienten müssen die Familie oder andere Sozialpartner des Patienten in das Behandlungskonzept einbezogen sein. Die Teilnehmer in Ausbildung zum Psychotherapeuten haben dabei Kenntnisse und Erfahrungen über die akute, abklingende sowie chronifizierte Symptomatik unterschiedlicher psychiatrischer Erkrankungen zu erwerben und die Patientenbehandlungen, fallbezogen und unter Angabe von Umfang und Dauer, zu dokumentieren. Die Supervision der im klinischen Rahmen durchgeführten Behandlungen erfolgt, in Absprache mit der jeweiligen Klinikleitung, entweder durch entsprechend qualifizierte leitende Mitarbeiter der Klinik oder durch einen Supervisor des NIVT.
Zur Absicherung der praktischen Tätigkeit bestehen Kooperationsverträge zwischen dem NIVT und entsprechenden Kliniken sowie sozialrechtlich anerkannten Einrichtungen der psychotherapeutischen oder psychosomatischen Versorgung und Praxen in Bremen und im Bremer Umland.  
 
Eine aktuelle Liste unserer Kooperationspartner finden Sie hier
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