Was ist Verhaltenstherapie?

Verhaltenstherapie basiert auf der Grundannahme, dass psychische Störungen und Verhaltensstörungen zu einem großen Teil durch in der Biographie entstandene Lernerfahrungen erworben wurden und durch aktuell wirksame Konsequenzen (z.B. soziale Zuwendung, Angstabfall durch Vermeidung von unangenehmen Situationen usw.) aufrechterhalten werden.

Der Therapieansatz zielt darauf ab, dass problematischen Gefühls-, Verhaltens- und Denkmuster verlernt und neue Muster erlernt werden. Dabei greift der Therapeut bzw. die Therapeutin in systematischer Weise auf unterschiedliche psychologische Verfahren zurück, die in wissenschaftlichen Studien als wirksam ermittelt wurden. Die Auswahl dieser Verfahren wird im individuellen Therapieplan des Patienten festgelegt und basiert auf einer differenzierten Diagnostik, in der sämtliche Faktoren ermittelt werden, die das Problem verursachen, auslösen und aufrechterhalten. Dies geschieht vor allem in den fünf sogenannten probatorischen Sitzungen zu Beginn der Therapie.

 
Die Therapie findet in der Regel in wöchentlichen 50-minütigen Sitzungen statt, wobei die Arbeit an den Therapiezielen auch durch den Patienten selbst in den relevanten Lebensbereichen in Eigenregie fortgesetzt wird (Familie, Arbeit, Freizeit), z.B. durch in der Therapiesitzung vorbereitete Übungen oder Beobachtungsaufgaben.

Die Therapieziele werden zusammen mit dem Patienten festgelegt und regelmäßig in ihrem Fortschritt reflektiert. Das gesamte Vorgehen in der Verhaltenstherapie erfolgt transparent in Absprache mit dem Patienten. Selbstverständlich werden die Therapiemethoden dem spezifischen Problem des Patienten angepasst.
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